Andere Länder, andere Anzüge

Kategorien: Style
Mann im Anzug

Nicht nur in Sachen Sprache und Sitte lassen sich Unterschiede von Land zu Land erkennen. Auch ein Anzug ist nicht gleich ein Anzug. Männer mit Stil sollten genau erkennen können, ob es sich bei dem getragenen Modell um den traditionellen Engländer, den feurigen Italiener, den charmanten Franzosen oder den kühlen Deutschen handelt. Heute heißt es: Die Sprache der Anzüge verstehen lernen!

Do you speak English?

Bei einem traditionellen englischen Anzug ist die Schulter wenig bis gar nicht gepolstert. Der Anzug hat zwei lange Seitenschlitze, die es dem Träger ermöglichen, im Stehen die Hände bequem in die Taschen zu stecken – was in England, im Gegensatz zu deutschsprachigen Ländern – nicht als ungehörig empfunden wird. Die Hosen sind hoch auf die Hüfte und relativ dicht am Bein geschnitten. Bei den englischen Anzügen findet man eher selten einen Umschlag. Traditionell gehören zum englischen Modell Hosenträger, da es laut Experten eher unmöglich ist, ohne diese die Form korrekt zu halten. Und unter uns: Es ist auch einfacher der Haltungsform „Bauch rein, Brust raus“ Folge zu leisten, wenn man sicher sein kann, dass sich die Hose nicht ungewollt selbstständig macht.

Was der englische Anzug ausstrahlt: Er drückt die Zugehörigkeit zu einer gesellschaftlichen Schicht aus. Als Träger ist man Teil eines gemeinsamen „WE“. Platz für Individualität bleibt hier kaum. Ziel ist es, den Regeln zu folgen und im Grunde einen Anzug zu haben, der dem des Vaters und des Großvaters gleicht.

Englischer Anzug

(Englisches Modell: http://freshideen.com/trends/englischer-anzug.html)

Parla italiano?

Klassische Eleganz entspricht den Idealen der in Italien immer wieder gern bemühten Renaissance. Der Lebensstil und die Kleidung des Italieners werden davon geprägt und so ist der italienische Anzug vor allem das: elegant, also fein gewählt und erlesen. Leichte, weiche Stoffe, gut ausgewählte Farben und Designs, erlesene Schnitte und erstklassige Verarbeitung prägen die italienische Schneiderkunst. Ein Schnitt, der die Taille und die Schultern betont, sorgt dabei für die italienische Lässigkeit.

Was der italienische Anzug ausstrahlt: Ein Italiener will sich selbst darstellen, denn er ist von seiner Individualität und Wichtigkeit überzeugt. Eleganz mit der gewissen Einmaligkeit zu verbinden ist bei der Wahl des Anzugs das oberste Ziel.

Italienischer Anzug

(Italienisches Modell: http://freshideen.com/trends/italienischer-anzug.html)

Parlez-vous francais?

Dior, Yves Saint Laurent und Hermés machen es vor: Anzüge, auf die Figur zugeschnitten, mit edel und einfach wirkenden Stoffen. Die Linie ist im Korpus „rund“ gehalten, sodass der Anzug eine fließende Bewegung erhält. Modisch elegant, wenn auch etwas „kastig“.

Was der französische Anzug ausstrahlt: Eleganz und Anmut. Charmant und stilvoll geht der Träger des französischen Anzugs durchs Leben. Modebewusstsein und ein gepflegtes Auftreten haben für Ihn oberste Priorität.

Französischer Anzug

(Französisches Modell: http://www.bluefly.com/yves-saint-laurent-navy-pinstripe-super-120s-wool-2-button-suit-with-flat-front-pants/p/321111601/detail.fly)

Sprechen Sie deutsch?

Auch in Sachen Mode steht bei den Deutschen die Nützlichkeit an erster Stelle. Farbliche Highlights und außergewöhnliche Schnitte sucht man bei den Klassikern unter den deutschen Anzügen eher vergebens. Er zeichnet sich durch Zeitlosigkeit und Funktionalität aus.

Was der deutsche Anzug ausstrahlt: In einem Wort: Funktionalität. Der Träger wirkt immer passend angezogen und verkörpert Seriosität. Er ist das Paradebeispiel eines deutschen Nachrichtensprechers.

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